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Beratung zur proaktiven Kommunikation zu Tierversuchen

Das wesentliche Ziel der „Initiative Transparente Tierversuche“ ist es, die proaktive Kommunikation und Transparenz von Seiten der Wissenschaft zu fördern. Dazu gehört, wie in den Zielen 1-4 formuliert, Informationen über Tierversuche an den einzelnen Institutionen verständlich aufgearbeitet zur Verfügung zu stellen, den öffentlichen Dialog bewusst und proaktiv mitzugestalten und sich innerhalb der Wissenschaft mehr auszutauschen. Was in Ziel 4 noch einmal besonders hervorgehoben wird, ist die Bekanntmachung der eigenen Aktivitäten. Nur durch Sichtbarkeit und Eigeninitiative kann eine offenere Kommunikation über Tierversuche gestaltet werden.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und verschiedene Ansätze für wissenschaftliche Institutionen, die Kommunikation zu fördern, sie proaktiv zu gestalten und weiter zu intensivieren. Sei es durch öffentliche Veranstaltungen wie Führungen und Aktionstage, Aktivitäten Online, klassische Pressearbeit oder auch verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Wissenschaftskommunikation in der eigenen Institution wie Medien- oder Pressetrainings.

Wir stehen ihnen gern beratend oder als Ideengeber zur Verfügung, um für Ihre Institution die geeigneten Ansätze für eine proaktive Kommunikation zu gestalten oder bei konkreten Fragen zur Umsetzung von Kommunikationsstrategie Hilfestellung anzubieten.   

Zur Vereinbarung eines Beratungsgesprächs oder bei Fragen senden Sie bitte eine Email an initiative-transparente-tierversuche@dfg.de

Hier können Sie ein Glossar rund um das Thema Tierversuche herunterladen. Es kann helfen, wenn alle Beteiligten eines Gesprächs mit den gleichen Worten das Gleiche meinen.

Best Practices

Hier finden Sie einige Beispiele für proaktive (Online) Aktivitäten zu Tierversuchen. Alle hier aufgeführten Institutionen wurden von „Tierversuche verstehen“ mit einem Qualitätssiegel für Best-Practice in der Tierversuchs-Kommunikation ausgezeichnet.

Universität Hohenheim, Stuttgart

Die Universität Hohenheim hat eine eigene Leitlinie zum Umgang mit Tierversuchen entwickelt und berichtet ausführlich über Tierzahlen und ihre hohen Maßstäbe zum Tierschutz.

Max-Delbrück-Centrum, Berlin​

Das MDC sticht durch eine Gemeinschaftsaktion von mehr als 40 Forschenden hervor, die offen dafür einstehen „Warum wir auf Tierversuche noch nicht verzichten können“.

Deutsches Primatenzentrum -
Leibniz-Institut für Primatenforschung, Göttingen

Das DPZ bietet neben zahlreichen Informationen und Pressemitteilungen rund um das Thema Tierversuche zwei virtuelle Touren durch das Gebäude und durch die Tierhaltung der Primaten an.

Rudolf-Zenker-Institut für Experimentelle Chirurgie, Universitätsmedizin Rostock

Die Universitätsmedizin bietet einen virtuellen Rundgang durch die komplette Einrichtung inklusive weiterführender Informationen zu Tierschutz und Tierhaltung.

Pro-Test Deutschland e.V.

Pro-Test ist ein gemeinnütziger Verein der sich aus Tierpflegenden, Forschenden, Studierenden und Tierärzt*innen zusammensetzt und eine sachliche Debatte zum Thema Tierversuche in den Sozialen Medien und der Öffentlichkeit fördert.

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
der Max-Planck-Gesellschaft

Die Max-Planck-Gesellschaft hat eine 30-seitige Grundsatzerklärung zum Einsatz von Tierversuchen veröffentlicht und zum Tag des Versuchstieres persönliche Statements von Mitarbeiter*innen auf der Website platziert.

Universitätsmedizin Mainz

Die Universitätsmedizin Mainz leistet im Translational Animal Research Center (TARC) Aufklärungsarbeit über Tierversuche und forscht an der Umsetzung des 3R-Prinzips (TARCforce 3R).

Universitätsklinik RWTH Aachen

Das Institut für Versuchstierkunde an der Uniklinik der RWTH Aachen ist die zentrale Koordinierungsstelle zum Thema Tierversuche und bietet ein breites Informationsangebot, inklusive eines eigenen Tierschutzcodex.

Universität zu Lübeck

Die Universität zu Lübeck stellt auf der Seite „Tierschutz in der Forschung“ sehr ausführliche Informationen zu Tierversuchen am Standort Lübeck zur Verfügung und bietet Einblicke in die Haltung.

Bayer AG

Die Bayer AG erklärt auf ihrer Website „Bayer und Tierversuche“ ausführlich, wie viele Tiere in den vergangenen Jahren verwendet wurden. Außerdem fördert Bayer  die Adoption von ehemaligen Versuchstieren.

Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Göttingen

Am MPI für Biophysikalische Chemie in Göttingen wird Tierschutz großgeschrieben. Einblicke in die Tierhaltung und Hintergründe zu den Forschungsprojekten mit Tieren werden auf der Website zur Verfügung gestellt.

Medizinisches Kompetenzzentrum Berlin/Brandenburg

Im medizinischen Fortbildungszentrum bei Berlin wird offen über Tierversuche zu Aus-, Fort- und Weiterbildungszwecken berichtet. In einem ausführlichen Q&A-Dokument werden dabei auch die Tierzahlen behandelt.

Freie Universität Berlin

Forschung und Lehre in Verantwortung für Mensch und Tier – Das ist das Motto der FU Berlin. Die Website bietet viele Informationen zu Tierversuchen, ethischen Aspekten und Alternativmethoden.

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, ein Institut der Leibniz Gemeinschaft

Neben der ausführlichen Website zu Tierversuchen wird am DRFZ im Rahmen von Veranstaltungen wie „Tierversuche im Gespräch“ und „Leibniz debattiert“ viel Wert auf die Öffentlichkeit gelegt.